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Honig oder Zucker?

by blanca on September 7th, 2011

Honig als Süßungsmittel ist viel älter als Zucker – schließlich kommt er gebrauchsfertig in der freien Natur vor und muss nicht erst in kompliziertem Herstellungsprozess aus Zuckerrohr oder -rüben bereitet werden.

Zu viel Zucker…

Trotz allen Warnungen und Kampa­gnen von verschiedenen Seiten nahm der Zuckerverbrauch in Deutschland in den letzten Jahren weiter zu. Er liegt im Moment bei 36 Kilogramm pro Per­son im Jahresdurchschnitt. Das be­deutet, dass jede Person etwa 100 Gramm Zucker pro Tag zu sich nimmt. Aus ernährungsphysiologi­scher Sicht sind jedoch – eine ausge­wogene Ernährungsweise vorausge­setzt – 60 Gramm Zucker die oberste Grenze des Vertretbaren.

… und relativ wenig Honig

Im Vergleich zum durchschnittlichen Zuckerverbrauch ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Honig relativ gering. Er liegt bei 1,4 Kilogramm im Jahr. Damit nimmt Deutschland trotzdem welt­weit einen Spitzenplatz im Honigkon­sum ein. Der Gesamtverbrauch an Ho­nig liegt hierzulande bei mehr als 100.000 Tonnen im Jahr. Zu viel Zucker in der Ernährung und in Getränken ist einer der Hauptgründe für Karies. Laut Statistik leiden heute weit mehr als 80 Prozent der Bevölke­rung an der Zahnfäule.

Die Klagen der Ärzte

Aber nicht nur für schlechte Zähne ist das Zuviel an Zucker verantwortlich. Mittlerweile hat jedes vierte schul­pflichtige Kind Übergewicht, und ge­rade bei Kindern spielen dabei Süßig­keiten eine entscheidende Rolle. Auch die Zunahme von Stoffwechselerkran­kungen wird von vielen Wissenschaft­lern auf den überhöhten Zuckerkon­sum zurückgeführt.

Zucker oder Honig -eine alte Streitfrage

Nachdem die Schädlichkeit von Zucker offensichtlich geworden war, ent­brannte ein wahrer Glaubenskampf um den Honig, der von vielen als Zuckerersatz propagiert wurde. Dage­gen machen viele Zahnärzte und Me­diziner auf den hohen Zuckergehalt des Honigs aufmerksam. Sie schreiben dem süßen Bienenprodukt ähnlich starke kariogene Eigenschaften zu wie normalem Industriezucker. Einige Me­diziner behaupten sogar, Honig sei aufgrund seiner Klebrigkeit noch schädlicher als Zucker.

Positive Erfahrungen mit Honig

Imker und Honigbefürworter verwei­sen dagegen auf langjährige Erfahrungswerte, die belegten, dass auch bei einem hohen Honigkonsum auf Dauer keine erhöhten Karieswerte feststellbar sind.

Honig – das gesündere Lebensmittel

In der Frage, ob Honig statt Zucker besser für die Zähne ist, besteht noch Klärungsbedarf. Unstrittig ist dage­gen das Faktum, dass Honig das we­sentlich gesündere Lebensmittel ist. Bienenhonig ist ein naturbelassenes Nahrungsmittel mit einem hohen Nährstoffgehalt, das besonders leicht verdaut werden kann.

Zucker-das Kunstprodukt

Dem normalen weißen Haushaltszucker werden dagegen schon bei der Verarbeitung fast alle natürlichen Stoffe entzogen: beispielsweise Zellu­lose, Eiweißstoffe, Mineralien und Spurenelemente. Er kann deshalb mit Recht als ein reines Kunstprodukt be­zeichnet werden. Aber auch der – von vielen gepriesene – braune Zucker steht in der Nährstoffbilanz kaum besser da. Er besitzt jedoch immerhin noch einen sehr bescheidenen Gehalt an Vitamin Bi.

Tipp zum Süßen mit Honig

Wenn Sie Honig zum Süßen benutzen möchten, dann sollten Sie am besten Sorten mit einem geringen Eigenge­schmack wie Kleehonig, Rapshonig oder Akazienhonig wählen. Blüten-Honige sind generell weniger würzig als Honige aus Honigtau.

 

Die wichtigsten Honigsorten

Honigsorte Farbe Geschmack Konsistenz
Akazienhonig hellgelb mild sehr flüssig
Buchweizenhonig braun sehr würzig cremig
Edelkastanien­honig braun aromatisch zähflüssig
Eukalyptus­honig hell- bis dunkelbraun würzig flüssig
Heidehonig bernstein­farben aromatisch bis herb zähflüssig
Hyazinthenblütenhonig hellgelb aromatisch zähflüssig
Kleehonig weiß mild feincremig
Lavendel­honig hellbraun sehr aromatisch feinkristallin
Lindenblüten­honig grünlich gelb aromatisch kristallisiert nach einiger Zeit grob aus
Löwenzahn­honig hellgelb aromatisch kristallisiert schnell aus
Orangenblütenhonig goldgelb Orangen­geschmack flüssig
Pinienhonig dunkelbraun würzig bis herb zähflüssig
Rapshonig weiß sehr mild cremig
Salbeihonig hellbraun würzig flüssig
Sonnenblumen­honig goldgelb aromatisch cremig
Tannenhonig grünlich bis schwarz harzig, würzig flüssig

From → Natur im Garten

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