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Apr 26 14

Ein Erfahrungsbericht über eine Ayurveda-Kur

by blanca

 

Zur Einstimmung auf eine ayurvedische Kur ein positiver Erfahrungsbericht einer Teilnehmerin. Marianne P. aus München berichtet über ihren Sieben-Tage-Kuraufenthalt in Österreich:

»Mein Beruf als Sozialpädagogin bringt es mit sich, dass ich häu­fig unter Stress stehe. In diesem Winter war mein Bedürfnis nach Erholung und Entspannung besonders groß, und so war es auch kein Zufall, dass mir beim Durchblättern einer Frauenzeitschrift ein Artikel über Erholungs- und Schönheitskuren besonders ins Auge sprang. In diesem Artikel war von einer Ayurveda-Kur die Rede, ein Begriff, den ich vorher noch nie gehört hatte. Schon beim Lesen packte mich die Lust, die darin vorgestellte Sieben-Tage-Kur in einem Hotel in Österreich auszuprobieren.

 Wie eine Oase des Loslassens

Gedacht – Getan! Ich buchte die Kur und war angenehm über­rascht, was mich in diesen Tagen alles erwartete: Das Hotel wirkte auf mich wie eine Oase des Loslassens. Die Einrichtung war in warmen, erdfarbenen Tönen gehalten, überall standen üppige Pflanzen, und in jedem Winkel gab es kleine kuschelige Rück­zugsecken. All dies wirkte auf mich beruhigend, und die sanft klingende Musik versetzte mich ins Reich der Sinne. Dann folgten sieben Tage Entspannung pur: Gleich am ersten Tag musste ich mich einer intensiven Befragung und Untersu­chung unterziehen, deren Ergebnis mich im Nachhinein noch in Erstaunen versetzt. Ohne dass der Therapeut mich kannte, offen­barte er mir meine gesundheitlichen Stärken und Schwächen. Nachdem ich erfahren hatte, dass ich ein Pitta-Kapha-Typ sei, stellte er mir einen individuellen Ernährungsplan zusammen und gab Empfehlungen für ätherische Öle, deren Düfte auf meine Doshas ausgleichend wirken.

… als würde mein Kopf Licht ausstrahlen

Die erste Anwendung werde ich nie vergessen: Es war ein Ölguss, auch »Shirodhara« genannt , bei dem etwa fünfzehn Minuten lang warmes Öl über meine Stirn floss. Innerhalb kürzester Zeit stellte sich bei mir eine tiefe Entspannung ein. Ich erlebte diese Behandlung wie eine langsame Ausdehnung meines Gehirnraums. Es wurde warm und schrittweise immer heller, bis es sich anfühlte, als würde mein Kopf Licht ausstrahlen. Ein nie gekanntes Gefühl allumfassenden Wohlbefindens durchströmte meinen Körper. Danach durfte ich mich ausruhen. Ich schlief sofort tief und fest ein, so dass mich die Therapeutin wecken musste. Es folgte eine Massage, bei der mein Rücken, meine Oberschenkel und Füße gleichzeitig mit duftendem Öl, das aus Düsen strömte, behandelt wurden. Auch hierbei spürte ich die wohltuende Ent­spannung meines Körpers und Geistes. Danach fiel ich abermals in stundenlangen Tiefschlaf. Nachdem ich gebadet hatte, unter­nahm ich einen langen Spaziergang in der wunderschönen Umge­bung, bei dem ich alles viel bewusster als sonst wahrnahm: die Berge, das saftige Grün der Wiesen, das Blau des Himmels und die vorbeiziehenden Wolken.

 

Ganzkörpermassage mit zwei Therapeutinnen

Am nächsten Tag stand eine Ganzkörper-Synchronmassage auf dem Programm, die von zwei Therapeutinnen mit simultanen Handgriffen ausgeführt wurde. Bei all meinen Erfahrungen mit Massage (ich hatte mich schon früher öfters wegen meiner Verspannungen massieren lassen) gehörte dieses Erlebnis zu den schönsten überhaupt, es ging weit über eine Gewebe- und Mus­kulaturlockerung hinaus. Zusätzlich erlebte ich einen äußerst angenehmen Energieaustausch, wobei ich das Zusammenfließen der energetischen Kräfte besonders deutlich spürte. Nach der Ruhepause (Tiefschlaf) konnte ich meinen Körper in einem Kräu­ter- und Blütendampfbad entschlacken.

Wie neugeboren und erfrischt

Vor dem Frühstück, das aus einem reichhaltigen Büffet mit frisch-gepressten Obstsäften bestand, wurde jeden Tag ein zusätzliches Programm angeboten: Ich belegte einen Yogakurs, machte Wahr­nehmungsübungen, ging mit anderen Teilnehmern auf »Phanta­siereisen« und erlernte die Technik der Yoga-Atmung. Am Ende meiner Ayurveda-Kur fühlte ich mich wie neugeboren — erfrischt, entspannt und energiegeladen.

Eine Ayurveda-Kur jedes Jahr

Rückblickend kann ich diese Kur nur weiterempfehlen, da sie mein Leben insgesamt positiv verändert hat. Auch heute richte ich ganz intuitiv meinen Lebensrhythmus so ein, dass ich mir Zeit zur Körperpflege und zum Erholen nehme und nur das esse, was mir schmeckt und gut bekommt. Auch fühle ich mich lang nicht mehr so gestresst wie damals, vor der Ayurveda Kur — ich bin einfach ruhiger geworden. Zukünftig möchte ich mich einmal im Jahr verwöhnen lassen. Diesmal habe ich mir eine Ayurveda-Kur in einem anderen Gesundheitszentrum ausgesucht, auf die ich mich schon heute freue.«

Erholung für Körper, Geist und Seele

Die Panchakarma-Kur wird durch weitere Maßnahmen unter­stützt, die den Erholungs- und Entspannungsprozess wirksam fördern. Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen, gehört neben der gründlichen Entschlackung zur Grundlage des ganzheitlichen ayurvedischen Gesundheitsverständnisses. Der Ayurveda bedient sich einer Vielzahl von Verfahren, die auf körperlicher und geistiger Ebene ausgleichende Impulse erzeugen. Dazu zählen Yoga, Meditation, Atemübungen, Ölmassagen, Musik-, Färb- und Aromatherapie. Im nächsten Kapitel werden Sie diese Maßnahmen und ihre Wirkungen kennenlernen.

 

Okt 5 13

Sprosspilze

by blanca

Hefepilze -  Candida-Gruppen

Sprosspilze sind kolonienbildende einzellige Organismen mit einer ausgeprägten Zellwand und einer hohen enzymatischen Aktivität. Betrachtet man eine Candida-albicans-Kolonie un­ter dem Mikroskop, so erkennt man die unterschiedlichen Formen, die der Mikroorganismus ausbildet. Neben kugelför­migen Sprosszellen liegen Übergangsstrukturen, aus denen Ausstülpungen herauswachsen; es sind neue Tochterzellen, die aus der Mutterzelle hervorsprossen, was auch den Namen Sprosspilze erklärt. Weiterhin sieht man lange Pilzfaden, die sogenannten Hyphen. Sie vereinigen sich zum Pilzgeflecht, dem Myzel. Diese unterschiedlichen Wachstumsformen benötigt der Pilz zur Fortpflanzung und Ernährung. Sprosspilze sind sehr weit verbreitet und besiedeln bevorzugt Lebewe­sen und organische Stoffe, die reich an Kohlen-, Wasser- und Sauerstoff sind und ihnen damit die nötige Lebensgrundlage bieten. Wie alle Pilze gedeihen sie am besten im feucht-war­men Milieu. Die meisten Mykosen des Verdauungstraktes ge­hen auf Hefepilze, vor allem auf Candida-Stämme, zurück. Innerhalb der Candida-Gruppe ist der Stamm Candida albi­cans beim Menschen am häufigsten zu finden.

 

Apr 25 12

Apfelessig Anwendungen

by blanca

Erkältung und leichtes Fieber

Über viele Generationen hinweg haben sich »Großmutterrezepte« erhalten, auch solche, die uns heute vielleicht kurios anmuten. Doch auch eine Reihe dieser Heilmethoden kann durchaus eine günstige Wirkung entfalten. Man muss sie nur einfach einmal ausprobieren.

Pfeffer auf Apfelessigpapier

Um eine Erkältung loszuwerden – so wird in einem alten Hausrezept empfohlen – solle man ein Blatt braunes Packpapier etwa im Format 20 mal 20 Zentimeter in Apfelessig tauchen. Sobald sich das Papier vollgesogen hat, streut man etwas Pfeffer darüber und bindet es mit Stoffstreifen auf die Brust, wobei die gepfefferte Seite auf die Haut zu liegen kommt. Den Wickel nach 20 Minuten abnehmen, und die Brust anschließend waschen. Dabei ist aber sorgfältig darauf zu achten, dass man sich nicht verkühlt.

Wadenwickel

Weniger kurios sind kalte Wadenwickel mit Essigwasser. Sie wirken bei Erkältungen erwiesenermaßen fiebersenkend und werden oft von Ärz­ten empfohlen. Allerdings sollte man sie nur anwenden, wenn es dem Kranken wohlig warm ist.

Anwendung: Mischen Sie 3/4 1 Wasser mit 1/4 1 Obstessig und tau­chen Sie zwei Leinentücher hinein. Wringen Sie die Tücher aus, und wickeln Sie um jede Wade ein Tuch. Darüber kommt ein Frottiertuch. Dann sollten Sie den Patienten warm einpacken. Wenn der Wickel trocken ist, den Vorgang wiederholen.

Essigsocken

Fiebersenkend wirken Essigumschläge an den Füßen. Anwendung: Tauchen Sie Baumwollsocken in Essigwasser, wringen Sie sie aus, und ziehen Sie sie an. Darüber ein Handtuch wickeln und warm eingepackt ruhen. Bei sehr starkem Fieber sollten Sie die Socken in puren Apfelessig tauchen. Wirkung: fiebersenkend.

 

Erschöpfung

Jeder durchlebt einmal Phasen, in denen er erschöpft und abgespannt ist. Das ist beispielsweise der Fall, wenn man eine größere Leistung vollbracht hat. Solche Tiefs sind absolut normal; man benötigt dann eine Pause, in der man neue Kräfte sammelt.

Problematisch ist aber, dass in einer Zeit der Erschöpfung die Abwehr-kräfte geschwächt sind und man anfälliger für Krankheiten ist. In einer Regenerationsphase oder auch im Stadium der Genesung nach einer längeren, kräftezehrenden Krankheit ist es deshalb sehr zu emp­fehlen, zur Unterstützung der Abwehrkräfte kurmäßig jeden Morgen den Apfelessigtrank einzunehmen.

Anwendung: 2 TL Apfelessig, 1 TL Honig auf 1 Glas Wasser; 4 bis 6 Wochen morgens nach dem Aufstehen trinken. Wirkung: Stärkt die Abwehrkräfte, regt den Stoffwechsel an, bekämpft eindringende Krankheitserreger.

Machen Sie darüber hinaus öfter eine belebende Massage mit Apfel­essig. Damit können Sie die Durchblutung fördern. Das gibt neue Energie, beispielsweise nach einem erschöpfenden Körpertraining oder nach geistiger Anstrengung. Die Apfelessigmassage ist auch ein hervorragendes, natürliches Hautpflegemittel und strafft, über einen längeren Zeitraum angewandt, erschlaffte Haut.

Frauenbeschwerden

Wer unter Ausfluss leidet, kann es mit einer Scheidenspülung mit Apfel­essig versuchen.

Anwendung: 3 EL Apfelessig in 2 Liter warmes Wasser geben und täglich eine Spülung machen, solange der Ausfluss andauert. Später genügt zur Vorbeugung eine Spülung pro Woche. Wirkung: antiseptisch.

Fußpilz

Um lästigen Fußpilz loszuwerden, betupfen Sie die betroffenen Stellen mehrmals täglich sowie abends vor dem Schlafengehen mit unver­dünntem Apfelessig. Wichtig ist auch, dass Sie die Socken (aus Natur­fasern), die Sie tagsüber getragen haben, abends 1/2 Stunde in Essig­wasser (1 Teil Essig, 4 Teile Wasser) einweichen, ehe Sie sie waschen. Wirkung: keimtötend.

Mrz 1 12

Rosmarin

by blanca

Rosmarinus officinalis – Lippenblütler (auch Gedenkemein, Hochzeitskraut, Meertau, Rosemarie)

Botanisches: Dieser immergrüne und mehrjährige Halbstrauch stammt aus dem Mittelmeerraum. Er wird 50 bis 200 cm hoch und besitzt nadelartige, 2 bis 3 cm lange und 4 mm breite Blätter. Im Frühjahr erscheinen in den Blattachseln die blassblauen, rosa oder weißen Blüten.

Inhaltsstoffe: Reichlich ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe, Harz und Säu­ren

Anbau: Rosmarin ist in unseren Breiten nur in Gebieten mit mildem Weinbau­klima winterhart. Da Rosmarin sehr langsam wächst, empfiehlt es sich nicht, ihn aus Samen zu ziehen. Es ist sinnvoller, eine Jungpflanze in einer Baumschule zu kaufen oder ihn im späten Frühjahr bzw. frühen Herbst durch Stecklinge zu vermehren. Dafür stecken Sie 10 cm lange Triebe in eine Mischung aus 2 Teilen grobem Sand und 1 Teil Anzuchterde.

Rosmarin braucht einen vollsonni­gen Standort mit lockerem, humosem Boden. Kleinere Pflanzen holt man vor den ersten Nachtfrösten ins Haus und überwintert sie hell und kühl bei mäßi­gem Gießen. Ältere ausgepflanzte Exemplare benötigen im Wurzelbe­reich einen Winterschutz. Rosmarin wird mit reichlich Kompost gedüngt und erhält eine organische Düngung im Frühsommer. Düngen Sie ab Au­gust nicht mehr, damit das Holz aus­reifen kann.

Ernte: Triebspitzen oder einzelne Na­deln können ganzjährig geerntet wer­den.

Verwendung: Von alters her schrieb man Rosmarin, dem an Duft wohl nur noch der Lavendel gleichkommt, viele kräftigende und heilende Eigenschaf­ten zu. Wegen seines belebenden Duf­tes gilt er als Stärkungsmittel für das Gedächtnis. Weiterhin steht er für Treue in Liebe und Ehe. Im bäuerlichen Brauchtum wurde er als immergrüne Zierde bei Hochzeiten und kirchlichen Festen in Kränze oder Sträuße gebun­den. Wie viele andere Heilpflanzen ge­langte auch er über die Klostergärten zu uns.

Rosmarin hilft bei Blähungen, Ver­dauungsstörungen, Völlegefühl und regt den Appetit an. Doch ist er bei übermäßigem Gebrauch nicht un­bedenklich, da er Magen und Darm reizen kann. Schwangere sollten ihn deshalb ganz meiden. Rosmarin wirkt anregend, kräftigend und nerven­stärkend. Bei niedrigem Blutdruck und Schwächezuständen hilft Rosmarin­tee. Überbrühen Sie dafür 1 Teelöffel getrocknete Rosmarinnadeln mit kochendem Wasser, lassen 15 Minu­ten ziehen und filtern dann durch ein Teesieb ab.

Verspannungen, Sportverletzungen oder rheumatischen Beschwerden lin­dern Einreibungen mit Rosmarinspiri­tus. Zur Herstellung benötigen Sie 30 g getrockneten Rosmarin und 500 ml 70-prozentigen Alkohol. Dann wie im Grundrezept  beschrieben fortfahren. Der Ansatz muss mindestens 4 Wochen an einem sonnigen Platz durchziehen. Bewahren Sie den fertigen Spiritus in einer dunk­len Flasche auf.

Aufgrund seines starken Eigenge­schmacks wird frischer oder getrock­neter Rosmarin in der Küche nur sehr sparsam eingesetzt. Er wird mitge­kocht und passt gut zu italienischen Gerichten, Hähnchen, Schweinebra­ten, Lamm, Tomatensuppe, Eintöpfen und gegrilltem Fleisch.

Rosmarinbad

Ein Rosmarinbad belebt und regt den Kreislauf an. Allerdings ist es am Abend nicht empfehlenswert, da man anschließend nur schlecht Schlaf fin­det.

♦ 50 bis 60 g Rosmarinnadeln, 1 l Wasser. Übergießen Sie die Rosma­rinnadeln in einem Topf mit dem Wasser. Dann bringen Sie die Flüs­sigkeit zum Sieden, lassen 10 Minu­ten ziehen und filtern ab. Gießen Sie den Extrakt ins Badewasser.

Feb 2 12

Die Inhaltsstoffe der Zitrone

by blanca

In der Volksmedizin werden Zitronen seit jeher gegen ein breites Spektrum von Krankheiten eingesetzt. Verwendung finden dabei ver­schiedene Bestandteile der Früchte: das Fruchtfleisch, der Saft, die Schalen und das darin enthaltene ätherische Öl.

Fruchtfleisch und Saft

Das Fruchtfleisch einer Zitrone enthält viele lebenswichtige Nähr­stoffe. Diese Substanzen finden sich auch in leicht verringerter Kon­zentration im Saft. Vitamin C löst sich mit dem Saft zu über 90 Pro­zent aus der Frucht, Kalzium zu etwa zwei Dritteln seines Gehalts, Eisen hingegen nur zu rund einem Drittel. In den vollständigen Genuss der wertvollen Inhaltsstoffe kommt man dann, wenn das Frucht­fleisch gegessen wird. Auch wenn’s anfangs sehr sauer schmeckt, ge­wöhnen sich die Geschmacksnerven relativ rasch daran, und nach einigen Tagen finden die meisten Menschen nicht mehr viel dabei, rohe Zitronen zu verzehren. Die Tabelle zeigt, was alles im Frucht­fleisch einer gut 100 Gramm schweren Zitrone steckt.

So viel steckt in nur einer Zitrone
► 90 g Wasser ► 30 mg Magnesium
► 3,2 g Kohlenhydrate ► 16 mg Phosphor
► 1,2 g Ballaststoffe ► 11 mg Kalzium
► 0,7 g Eiweiß ► 3 mg Natrium
► 0,6 g Fett ► 450 ug Eisen
► 150 mg Kalium ► 270 ug Pantothensäure
► 55 mg Vitamin C ► 170 ug Niazin

 

Die Zitrone im Laborversuch

Zwei Universitätsstudien kamen vor kurzem zu verblüffenden Ergeb­nissen in Bezug auf die Heilkräfte der Zitrone, was deren praktischen Nutzen untermauert und nahelegt:

► Wissenschaftler des Instituts für Pharmazie und Biochemie der Universität von Buenos Aires/Argentinien waren auf der Suche nach einem natürlichen Desinfektionsmittel für mit Cholerabakterien (Vibrio cholerae) verseuchtes Trinkwasser. Als ideales Mittel erwies sich Zitronensaft. Die Cholerabakterien im Trinkwasser starben ab, sobald – im Verhältnis zur gesamten Menge des Wassers – zwei Pro­zent frischer Zitronensaft zugesetzt wurde. Nach 30 Minuten Ein­wirkzeit war das Trinkwasser bakterienfrei.

► Eine ähnliche Empfehlung sprach der epidemiologische Dienst des Gesundheitsministeriums von Guinea-Bissau in Westafrika während einer Choleraepidemie im Oktober 1994 aus. Die Arzte rieten, zur Vorbeugung gegen eine Cholerainfektion, den Speisen Zitronensaft beizumischen und zur Speisezubereitung möglichst reichlich Zitronen zu verwenden.

Dez 8 11

Die Lehre von den Doshas im Ayurveda

by blanca

Jeder Mensch reagiert anders auf ein und denselben äußeren Einflussfaktor. Wie er beispielsweise Klima, Nah­rung, Medikamente, Stress oder andere Lebensumstände verträgt, hängt von seiner inneren Natur, seinem Tempe­rament, Charakter und Körperbau ab. Diese Zusammen­hänge zu berücksichtigen, gehört zu den Kernpunkten des Ayurveda.

Menschentypen, Körper, Charaktere

Drei Menschen mit unterschiedlichem Körperbau und Tem­perament unternehmen an einem heißen Sommertag einen gemeinsamen Spaziergang: Der eine ist schlank, fast hager, nervös, er redet schnell und viel. Der andere ist kräftig, viel­leicht etwas rundlich und hat ein ausgeglichenes Naturell. Der dritte hingegen ist recht gesprächig, er verfügt über eine mittlere Statur und ein hitziges Gemüt.

Wie würden Sie reagieren?

Vielleicht finden Sie sich in einem dieser drei Charaktere und Körpertypen wieder, so dass Sie die folgende Frage leicht beantworten können: »Wie verhalten und fühlen Sie sich in dieser Situation? « Können Sie sich vorstellen, dass alle drei trotz großer Hitze den Ausflug genießen, oder rea­giert wohl jeder unterschiedlich auf Sonne und Hitze? Gehören Sie zum ersten Typ, der sich im warmen Sonnen­schein so richtig wohlfühlt und trotzdem durch körperliche Anstrengung leicht erschöpft ist?

Oder kommen Sie zwar ins Schwitzen, fühlen sich aber ansonsten recht gut? So würde der zweite Typ reagieren. Vielleicht gehören Sie aber eher zum dritten Menschentyp, der sich in der Hitze überhaupt nicht wohlfühlt und nur nach einem schattigen Plätzchen Ausschau hält? Der Ayurveda geht davon aus, dass die individuelle Konsti­tution und die momentane Befindlichkeit darüber entschei­den, wie wir auf äußere Einflüsse körperlich, geistig und seelisch reagieren. Denn jeder Mensch ist von seinem Wesen und von seiner körperlichen Verfassung her einzig­artig, und nicht alles, was dem einen guttut, ist auch für den anderen das Maß aller Dinge.

Doch wie kommt es nun dazu, dass wir so unterschiedlich auf ein und denselben Auslöser reagieren? Dazu liefert uns der Ayurveda ein umfassendes, detailliertes Erklärungsmo­dell. Lassen Sie sich nun in die Gedankenwelt des Ayurveda entführen: Es ist eine Reise ins Unbekannte und doch Ver­traute. Unterwegs werden Sie einige Aha-Erlebnisse haben, und am Ende dieser Reise werden Sie feststellen, dass Sie Ihrer eigenen Natur ein Stück nähergekommen sind.

Die fünf Bausteine des Lebens

Alles Lebendige auf unserem Planeten setzt sich aus fünf Elementen zusammen: Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther (Raum). Diese fünf Elemente werden im Ayurveda als die »Bausteine des Seins« bezeichnet. Sie enthalten die geballte Intelligenz unserer Natur, und sie formen den Aufbau unse­rer materiellen Welt. Sie machen uns zu dem, was wir sind, nämlich lebende Organismen, die nach einem inneren Plan, einer tiefverwurzelten Information aufgebaut sind: Es ist die intelligente Ursubstanz, die die Entwicklung jeder Zelle unseres Körpers steuert. Stellen Sie sich das Element Erde als Substanz vor, das Element Wasser als Flüssigkeit, das Element Feuer als Energie, das Element Luft als Beweglich­keit und das Element Äther als Raum, der die Materie umgibt.

Fünf Elemente bilden drei Bioenergien

Diese fünf Bausteine werden im Ayurveda zu drei »Lebens-« oder »Bioenergien« zusammengefasst:  Äther und Luft bilden das Prinzip der Bewegung,  Feuer und Wasser das Prinzip der Umwandlung und Erde und Wasser das Prinzip der Formgebung, also der Struktur.

Die ayurvedischen Bezeichnungen für diese drei Lebens­energien lauten »Vata«, »Pitta« und »Kapha«.

 

Die Tridosha-Lehre

Bedeutung und Funktion dieser drei bioenergetischen Kräf­te werden in der Tridosha-Lehre, dem Kernstück des Ayur­veda, erklärt. Demnach sind in jedem lebenden Organismus drei unsichtbare, miteinander verbundene Energien vorhan­den, die regulieren und wirken. Sie bestimmen die äußere Form wie auch die innere Funktion.

Auf den Menschen bezogen heißt das, unser Leben, unsere körperlich-seelische Gesundheit und unser Wesen werden von der Zusammensetzung und vom Zusammenwirken die­ser drei feinstofflichen Energien bestimmt.

 

Die Energie Vata: Alles ist in Bewegung

Durch Äther und Luft entsteht Vata, ein Dosha, das für das Lebensprinzip »Bewegung, Fluss und Antrieb« steht. Die Ei­genschaften beider Elemente lassen sich am ehesten mit durchdringend, beweglich, flink, leicht, rau, trocken und kalt umschreiben. In der Natur wird Vata auch mit dem Wind gleichgesetzt.

In unserem Körper steuert die Vata-Energie alles, was für die Bewegungen des Körpers und Geistes, der Sinne und Ausscheidungsvorgänge verantwortlich ist. Vata ist das »Königs-Dosha«, da es die reine Lebensenergie repräsentiert und die beiden anderen Doshas, Pitta und Kapha, in Bewe­gung bringt. Die Kraft von Vata regt unsere Psyche an, sie reguliert die Atmung und bewirkt Aktivität.

Die Energie Pitta: Alles wird umgewandelt

Das Pitta-Dosha setzt sich aus Feuer und Wasser zusam­men. Dabei kommt hauptsächlich die Kraft des Elements Feuer zum Tragen, das Wasserelement übt nur geringen Einfluss aus. Prinzipiell hat Feuer die Eigenschaft, Materie zu verändern, indem es brennbare Stoffe umgestaltet. Feu­er erzeugt auch Hitze, seine Flammen sind lebhaft, leicht, durchdringend, trocken und klar.

Aufgrund dieser Eigenschaften ist Pitta in unserem Körper für alle Reaktionen zuständig, bei denen Wärme entsteht. Außerdem wirkt es verbrennend und verdauend, es erhält die Körperwärme und versorgt die einzelnen Körperteile. Sämtliche Verdauungs- und Stoffwechselvorgänge werden von diesem Dosha gesteuert. Pitta wird auch als die »Stoß­kraft des Lebens« bezeichnet, da es den Intellekt schärft, die Begeisterungsfähigkeit anregt und die Zielstrebigkeit eines Menschen fördert.

Die Energie Kapha: Alles hat eine Struktur

Die Kombination Wasser und Erde ergibt das Kapha-Dosha, weshalb es sowohl wässrige als auch erdhafte Eigenschaften besitzt. Die Wirkungsweise des Wassers besteht darin, den Körper feucht und dicht zu machen sowie seine flüssigen Bestandteile im Fluss zu halten. Seine Eigenschaften sind dicht, schwer, weich, träge, fließend, feucht und kalt.

Die Wirkungsweise des Elements Erde ist es, den Körper fest, stark, schwer und hart zu machen. Zusammengefasst ergeben sich für das Kapha-Dosha folgende charakteristi­sche Merkmale: schwer, ölig, langsam, kalt, stabil, fest und träge. Auf den Körper bezogen wirkt die Kapha-Energie formgebend und strukturierend. Kapha ist sowohl für den Zell- als auch für den Skelettaufbau verantwortlich. Es gibt dem Körper Stabilität und Festigkeit und verleiht ihm gleichzeitig seine Geschmeidigkeit. Während die anderen beiden Doshas – Vata und Pitta – unseren Lebensmotor in Gang setzen und anheizen, sorgt Kapha dafür, dass wir mit unseren Lebensenergien maß- und haushalten. Als Strukturprinzip steht es für psychophysische Stabilität und Be­ständigkeit. Es stellt Reserven bereit, die dem Körper und der Seele Kraft und Ausdauer verleihen.

Wie die drei Kräfte das Leben beeinflussen

Kommen wir nun wieder auf die Frage zurück: Warum reagieren Menschen auf ein und denselben Auslöser unterschiedlich? Mit Hilfe der bisherigen Ausführungen kommen wir der Beantwortung dieser Frage nun schon ein wenig näher. Der Ayurveda geht davon aus, dass die drei bioenergetischen Kräfte Vata, Pitta und Kapha in jedem Menschen vorhanden und wirksam sind. Sie bestimmen unseren Gesundheitszu­stand und unsere äußere Erscheinung ebenso wie unsere geistigen Fähigkeiten und unser persönliches Seelenmuster. Sie sind das »Lebensgarn, aus dem wir gestrickt« sind. Da jeder Mensch mit einem individuellen Strickmuster, einem persönlichen Dosha-Programm, auf die Welt gekommen ist, reagieren die feinen Antennen auch mit unterschiedlicher Intensität auf äußere Faktoren, auf Sinneseinflüsse und Nahrung.

Die Lösung des Rätsels

Es wird deutlich, wa­rum sich Typ III, in dessen Physis eindeutig das Element Feuer vorherrscht, an einem heißen Sommertag im Freien nicht sonderlich wohlfühlt. Da er selbst so viel Hitze in sich hat, verlangt seine Natur nach Ausgleich, also nach Schatten und Kühle. Körper und Seele reagieren mit Unwohlsein, Unbehagen und Widerwillen auf das Überangebot an »art­verwandter« Pitta-Energie. Da »kalt« eine grundlegende Ei­genschaft von Vata und Kapha ist, fühlen sich Typ I und II bei Wärme und Hitze sehr wohl, weil für sie der Ausgleich geschaffen wurde. Viele Vata- und Kapha-Naturen zieht es deshalb im Urlaub mehr in südliche Regionen, während Pitta-Menschen eher den kühlen Norden als Reiseziel be­vorzugen. Diese intuitiven Vorlieben für bestimmte Klima­bedingungen, Jahreszeiten oder Landschaftsformen sind ein sicheres Signal dafür, dass die natürlichen Regulations­mechanismen Ihres Körpers funktionieren.

Nov 25 11

Mit Bienenkraft gegen Durchblutungsstörungen

by blanca

 

Die überwiegende Zahl von Durchblutungsstörungen treten in den Beinen auf. Über zehn Prozent der Män­ner über 50 Jahre haben Durchblutungsstörungen in den Beinen. Frauen sind davon etwa nur halb so oft be­troffen, in der medizinischen Fachsprache nennt sich diese Form der Durchblutungsstörung periphere arte­rielle Verschlusskrankheit (PAVK).

Symptome

Die Erkrankung wird gemeinhin auch als Schaufenster­krankheit bezeichnet, weil die betroffenen Personen aufgrund der Schmerzen in den Beinen öfter stehen bleiben und, um die Situation zu überspielen, sich die Schaufensterauslagen ansehen. Ein erstes Warnsignal bei der Schaufensterkrankheit sind Wadenschmerzen beim Gehen; sie fühlen sich etwa so an wie ein Muskel­kater. Diese Schmerzen nehmen mit der Zeit so stark zu, dass die Betroffenen schließlich nur noch wenige Meter weit gehen können und auch im Ruhezustand Schmerzen haben.

Die Ursachen

Ursache für eine PAVK ist fast immer ein arteriosklero­tischer Prozess. Der Hauptrisikofaktor für die PAVK ist das Rauchen, weshalb der Volksmund auch von einem Raucherbein spricht. Einen negativen Einfluss besitzen bei allen Arten von Durchblutungsstörungen die fol­genden Risikofaktoren: Bluthochdruck, dauerhaft er­höhte Blutfettwerte und ein stark erhöhter Choleste­rinspiegel sowie übermäßiger Alkoholkonsum. Oft spielt auch eine bestehende Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) eine wichtige Rolle.

 

Rezepte aus der Bienenapotheke

Vorbeugen mit Honig und Gelee royale

Am besten ist es, Sie beugen einer Durchblutungs­störung durch eine Anwendung mit Gelee royale und Honig vor. Nehmen Sie dazu morgens und abends je­weils 2 Teelöffel mit einem Gelee-royale-Honig. Sinn­voll und gleichzeitig schmackhaft ist es, wenn Sie den Honig zusammen mit Milchprodukten wie etwa einem Müsli verspeisen. Sie können auch jeweils 100 Milli­gramm Gelee royale mit 2 Teelöffeln Blütenhonig selbst mischen. Unterstützen können Sie diese Anwendung mit der Einnahme von 20 Gramm Pollen, den Sie auch auf 2 Mahlzeiten verteilt zu sich nehmen sollten.

Laufen, laufen, laufen …

Die wichtigste Therapie, die Ihnen der Arzt bei PAVK ver­ordnen wird, ist ein Gehtraining. Dieses Training sollten Sie in der Regel wie folgt gestalten:

• Gehen Sie in kleinen, schnellen Schritten (etwa 6o bis 90 Schritte in der Minute) so lange, bis Sie Schmerzen verspüren.

• Machen Sie dann eine kurze Pause; dehnen Sie dabei Ihre Wadenmuskulatur, indem Sie ein Bein leicht nach hinten strecken und mit der Ferse vorsichtig Richtung Boden zu kommen versuchen.

• Wenn die Schmerzen weg sind, fangen Sie wieder mit dem schnellen Gehen an. Anschließend dehnen Sie wie­der beide Beine.

• Diesen Trainingsablauf wiederholen Sie so oft, dass Sie (mit Pausen) auf eine Trainingszeit von 20 Minuten kommen. Sie sollten mindestens zweimal (besser drei­mal) am Tag trainieren.

Sep 28 11

Gelee Royale hilft bei Konzentrationsproblemen und Gedächtnisstörungen

by blanca

Konzentrationsprobleme

Eine Vielzahl von Menschen hat in der heutigen Zeit Konzentrationsprobleme. Die Betroffenen können sich nicht oder nur sehr schwer auf bestimmte Inhalte oder eine Sache konzentrieren. Sie springen von einem Ge­danken zum nächsten und kommen deshalb beispiels­weise in der Arbeit zu keinem vernünftigen Ergebnis. Grund dafür ist oft eine ungesunde Lebensweise (Al­kohol, Nikotin, fettes Essen, wenig Bewegung) und die dadurch bedingte Mangelversorgung des Gehirns mit Sauerstoff.

Gedächtnisstörungen

Eine längerfristig schlechte Durchblutung des Gehirns kann langfristig Vergesslichkeit und Gedächtnis­schwund (senile Demenz) verursachen. Das Gehirn er­hält wegen der Durchblutungsstörung zu wenig Nähr­stoffe und vor allem zu wenig Sauerstoff. Die Folge davon ist, dass immer mehr Gehirn- und Nervenzellen absterben.

Ziellosigkeit

Im geistig-seelischen Bereich führen Interesse- und Lustlosigkeit, Motivationsprobleme und Ziellosigkeit dazu, sich mehr und mehr von anderen Menschen und der Außenwelt abzukapseln. Es kann deshalb im Ex­tremfall zu einem absoluten Desinteresse am aktuellen Geschehen und zu einer immer größeren Vereinsamung dieser Personen kommen. Ein Mangel an Kommunika­tion mit anderen Menschen und an aktiven Reizen von außen sind jedoch für das Gedächtnis genauso schäd­lich wie eine Reizüberflutung mit Bildern und Informa­tionen.

Rezepte aus der Bienenapotheke

Pollen und Gelee royale als Gehirnnahrung

Um die Konzentrationsfähigkeit zu steigern und das Gedächtnis zu verbessern, empfiehlt sich eine Kur mit Pollen und Gelee royale. Dabei nehmen Sie 3-mal täg­lich 5 bis 10 Gramm Pollenpulver in Fruchtsaft oder Wasser ein. Zusätzlich nehmen Sie täglich etwas Gelee royale in einer Mischung mit Honig auf. Eine ideale Kombination ist etwa ein Vollkornmüsli mit 2 Teelöffeln Gelee-royale-Honig. Diese Anwendung können Sie auch ohne weiteres langfristig durchführen.

Rosmarintee mit Gelee-royale-Honig

Eine Kombination aus Rosmarin, Gelee royale und Ho­nig regt die geistige Leistungsfähigkeit an. Geben Sie hierzu in eine nicht zu heiße Tasse Rosmarintee (bis 40 °C) – damit die Wirkstoffe im Honig nicht zerstört werden -1 Teelöffel Gelee-royale-Honig.

Gehirnjogging

Um Ihr Gedächtnis und Ihre Konzentrationsfähigkeit fit zu halten, sollten Sie Denkgymnastik betreiben. Nicht nur Ihr Körper benötigt ein regelmäßiges Trai­ning. Um nicht geistig einzurosten, sollten Sie auch Ihren Geist öfter belasten, damit er nicht nachlässt. Sie können beispielsweise Knobeln oder knifflige Denksportaufgaben lösen, Kreuzworträtsel ausfüllen oder sich im meisterlichen Schach versuchen. Sie können diese Spiele und Aufgaben auch allein durchführen; besser wäre es jedoch, sie mit anderen Menschen zusammen zu machen, denn auch Kommu­nikation fördert die Denkfähigkeit.

Sep 23 11

Kräutertees

by blanca
Teapot with Chinese tea

Eine der ältesten Formen der Pflanzen­heilkunde, mit der man leichtere All­tagsbeschwerden behandelt, ist die Teezubereitung aus Heilpflanzen. In der Fachsprache heißen solche Pflan­zen auch Drogen. Dieser Begriff hat nichts mit Rauschgift zu tun, sondern ist die Bezeichnung für heilkräftige tie­rische oder pflanzliche Rohstoffe.

Bei Teezubereitungen aus Heilpflan­zen darf man nie vergessen, dass es sich um hoch wirksame Arzneimittel handelt. Für den Dauergebrauch sind sie nicht geeignet. Doch zeigen Pflan­zen ihre Wirkung nicht sofort. Daher verschwinden die Beschwerden auch nicht gleich nach einer Tasse Tee.

Für einen Haustee, also ein Getränk für jeden Tag, verwendet man Drogen, die keine ausgeprägte arzneiliche Wir­kung haben. Pfefferminze eignet sich beispielsweise nicht für den Dauerge­brauch. Sie ist eine Heilpflanze und auch als solche anzuwenden. Pfef­ferminztee wird nur so lange verabreicht, wie es er­forderlich ist.

Teemischungen, die Pfefferminzblätter in kleinen Mengen aus geschmack­lichen Gründen enthalten, können auch einmal über einen längeren Zei­traum getrunken werden. Tee, den Sie selbst aus Heilpflanzen herstellen, in der Apotheke oder im Reformhaus kaufen, ist nicht mit einem Tee aus dem Supermarkt vergleichbar. Der Wirkstoffgehalt des Supermarktpro­dukts ist meist um ein Vielfaches ge­ringer, wenn überhaupt vorhanden.

Heilkräutertee können Sie aus ge­trockneten Drogen oder aus frischen Pflanzenteilen zubereiten. Bei frischen Heilpflanzen ist die Wirkstoffkonzen­tration nicht so hoch wie bei getrock­neten. Verwenden Sie daher ruhig die doppelte Menge, wenn nicht anders im Rezept angegeben. Getrocknete Pflanzen haben den Vorteil, dass sie bei Bedarf sofort zur Hand sind. Zu­dem sind sie lagerfähig und stehen auch in den Monaten zur Verfügung, wenn keine frischen Kräuter wachsen. Wie Sie die Pflanzen richtig lagern, lesen Sie im Abschnitt Fachmännisch aufbewahren.

Die Heilwirkung der Kräuter hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören Standort, Lichtverhältnisse und Klima, aber auch die verwendeten Pflanzenteile. Bei einem heilenden Kräutertee ist es nicht gleichgültig, ob er aus Blü­ten, Blättern oder Wurzeln hergestellt wird. Der Wirkstoffgehalt ist nicht in jedem Pflanzenteil gleich, manchmal steckt er gar nur in bestimmten Pflan­zenteilen.

Bei der Zubereitung des Tees kommt es darauf an, ob er mit heißem Wasser aufgekocht, nur Übergossen oder durch Extraktion mit kaltem Wasser hergestellt wird. Kocht man eine Pflan­zenart, deren Hauptwirkstoffe ätheri­sche Öle sind, zum Beispiel Kamillen­blüten oder Salbeiblätter, so verflüch­tigt sich der größte Teil des ätherischen Öles und der Tee zeigt kaum Wirkung. Solche Heilkräuter übergießt man des­halb nur mit siedendem Wasser und deckt die Tasse ab. So können die ätherischen Öle ihre volle Wirkung entfalten. Die häufigste Form der Tee­zubereitung ist der Aufguss. Dafür übergießen Sie die klein geschnitten Pflanzenteile mit nicht mehr kochen­dem Wasser. Jetzt decken Sie das Ge­fäß ab, lassen die Arzneipflanzen etwa 5 bis 10 Minuten ziehen und filtern dann durch ein Teesieb ab. Rechnen Sie pro Tasse Tee 150 ml Wasser. Früchte, die ätherische Öle enthalten, wie Anis, Fenchel oder Kümmel, wer­den im Mörser gequetscht oder mit ei­nem Messer leicht aufgedrückt, bevor man sie mit heißem Wasser übergießt.

Eine wichtige Rolle spielt noch, wann und wie Sie den Tee trinken. Ein appetitanregender Tee entfaltet seine Wirkung natürlich nur vor dem Essen, während ein Verdauungstee erst nach dem Essen getrunken wird. Die beste Zeit für einen harntreibenden Tee ist zwischen den Mahlzeiten und für ei­nen Schlaftee etwa 30 Minuten vor dem Schlafengehen, am besten auf der Bettkante. Kräutertees werden langsam Schluck für Schluck getrun­ken, damit sich ihre wohltuende Wir­kung voll entfalten kann.

Heilkräuter gegen Husten

Bei leichtem Husten ohne stärkere Brustbeschwerden, wie er als Begleit­erscheinung von Erkältungskrankhei­ten auftritt, helfen Thymian, Spitzwe­gerich, Eibisch, Königskerze, Schlüssel­blume und Huflattich. Den Dauerge­brauch von Huflattich sollten Sie wegen möglicher Leberschädigungen allerdings vermeiden.

Bewährt hat sich folgender Husten­tee: Mischen Sie Huflattich, Spitzwe­gerich und Thymian zu gleichen Teilen. Überbrühen Sie pro Tasse 1 Teelöffel der Kräutermischung mit heißem Was­ser und decken die Tasse ab. Lassen Sie den Tee 10 Minuten ziehen und filtern dann ab. Süßen Sie den Husten­tee nach Geschmack noch mit etwas Honig.

Dauert der Husten länger oder sitzt er auf der Brust fest, sollten Sie einen Arzt zurate ziehen.

Heilkräutergegen Halsschmerzen

Halsschmerzen und Schluckbeschwer­den sind die typischen Begleiterschei­nungen von Erkältungskrankheiten, die durch Virusinfektionen hervorgeru­fen werden. Ein Tee aus Salbei lindert die Beschwerden recht zuverlässig. Sie können ihn auch zum Gurgeln ver­wenden. Übergießen Sie dafür 1 Tee­löffel getrocknetes Kraut oder einige frische Salbeiblätter mit etwa 80 °C warmem Wasser, lassen abgedeckt 2 bis 5 Minuten ziehen und filtern dann ab. Tee aus frischem Salbei kön­nen Sie bis zu 10 Minuten ziehen las­sen. Trinken Sie pro Tag 2 Tassen in kleinen Schlucken. Bei Bedarf können Sie den Tee mit etwas Honig süßen. Wer den reinen Salbeigeschmack nicht mag, mischt mit Kamille zu gleichen Teilen. Sie hemmt zusätzlich noch Ent­zündungen. Haben sich die Schmerzen nach 3 bis 4 Tagen nicht gebessert, sollten Sie jedoch einen Arzt aufsu­chen.

Als Gurgellösung bereiten Sie die doppelte Menge des Teerezeptes zu und spülen oder gurgeln mehrmals täglich mit dem warmen Aufguss.

Plagt Sie schon eine fieberhafte Er­kältung, hilft ein Tee aus Linden­blüten. Er mildert den Hustenreiz bei Katarrhen der Atemwege und bringt gleichzeitig den Körper zum Schwit­zen. Übergießen Sie 1 bis 2 Teelöffel Lindenblüten mit siedendem Wasser und filtern Sie nach 5 Minuten ab. Trinken Sie davon mehrmals täglich 1 bis 2 Tassen.

Heilkräuter gegen Magen-Darm-Beschwerden

Bei Magenkrämpfen beruhigt ein Kamillentee, ein Tee aus Pfefferminze löst Verkrampfungen und wärmt. Bei Magendrücken und Völlegefühl greifen Sie besser zu einem Tee aus Wermut, der allerdings sehr bitter schmeckt. Auch Anis, Bohnenkraut, Fenchel, Kümmel, Melisse, Salbei und Schafgarbe lindern Magen- und Darmbeschwerden. Vergessen Sie nicht die Samen von Fenchel, Kümmel und Anis vor dem Aufbrühen zu zer­stoßen, damit sich mehr Inhaltsstoffe im heißen Wasser lösen können.

Um bei Kamillentee eine ausrei­chend heilkräftige Wirkung zu erzie­len, benötigen Sie pro Tasse mindes­tens 2 bis 3 Teelöffel. Die Kamillenblü­ten übergießt man mit heißem Wasser, lässt abgedeckt 5 bis 10 Minuten zie­hen und filtert dann ab. Bei Pfeffer­minze und Melisse reichen pro Tasse 1 bis 2 Teelöffel. Übergießen Sie diese Kräuter ebenfalls nur mit heißem Was­ser und lassen Sie den Tee abgedeckt 10 bis 15 Minuten ziehen. Für einen Tee aus Schafgarbe überbrühen Sie pro Tasse 2 Teelöffel mit heißem Was­ser, lassen den Aufguss 10 Minuten ziehen und filtern durch ein Teesieb ab.

Bei Verdauungsproblemen können Sie einen Tee aus Monarda zubereiten.

Heilkräuter gegen Durchfall­erkrankungen

Bei Durchfall verliert der Körper viel Flüssigkeit. Nehmen Sie deshalb reich­lich leicht gesalzenen Tee zu sich. Bei diesem Krankheitsbild greift man zu Heilpflanzen mit Gerbsäure, die stop­fend und zusammenziehend wirken. Zu diesem Pflanzenkreis gehören An­dorn, Bohnenkraut, Fenchel, Frauen­mantel und Schafgarbe.

Für Fencheltee übergießen Sie 1 Teelöffel frisch gepresste Samen mit heißem Wasser, lassen abgedeckt 5 Minuten ziehen und filtern dann ab. Trinken Sie davon mehrmals täglich 1 bis 2 Tassen. So bereiten Sie auch Anistee zu, der allerdings 10 bis 15 Minuten ziehen muss. Ebenso hilft eine Teemischung aus Anis, Fenchel und Kümmel. Frauenmantel ist zur Unterstützung von unspezifischen Durchfallerkrankungen und Magen-

Darm-Störungen geeignet. Pro Tasse überbrühen Sie 2 bis 3 Teelöffel Kraut mit heißem Wasser, lassen 10 Minuten ziehen und gießen dann durch ein Tee­sieb ab. Trinken Sie davon täglich bis zu 3 Tassen zwischen den Mahlzeiten.

Sep 7 11

Honig oder Zucker?

by blanca

Honig als Süßungsmittel ist viel älter als Zucker – schließlich kommt er gebrauchsfertig in der freien Natur vor und muss nicht erst in kompliziertem Herstellungsprozess aus Zuckerrohr oder -rüben bereitet werden.

Zu viel Zucker…

Trotz allen Warnungen und Kampa­gnen von verschiedenen Seiten nahm der Zuckerverbrauch in Deutschland in den letzten Jahren weiter zu. Er liegt im Moment bei 36 Kilogramm pro Per­son im Jahresdurchschnitt. Das be­deutet, dass jede Person etwa 100 Gramm Zucker pro Tag zu sich nimmt. Aus ernährungsphysiologi­scher Sicht sind jedoch – eine ausge­wogene Ernährungsweise vorausge­setzt – 60 Gramm Zucker die oberste Grenze des Vertretbaren.

… und relativ wenig Honig

Im Vergleich zum durchschnittlichen Zuckerverbrauch ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Honig relativ gering. Er liegt bei 1,4 Kilogramm im Jahr. Damit nimmt Deutschland trotzdem welt­weit einen Spitzenplatz im Honigkon­sum ein. Der Gesamtverbrauch an Ho­nig liegt hierzulande bei mehr als 100.000 Tonnen im Jahr. Zu viel Zucker in der Ernährung und in Getränken ist einer der Hauptgründe für Karies. Laut Statistik leiden heute weit mehr als 80 Prozent der Bevölke­rung an der Zahnfäule.

Die Klagen der Ärzte

Aber nicht nur für schlechte Zähne ist das Zuviel an Zucker verantwortlich. Mittlerweile hat jedes vierte schul­pflichtige Kind Übergewicht, und ge­rade bei Kindern spielen dabei Süßig­keiten eine entscheidende Rolle. Auch die Zunahme von Stoffwechselerkran­kungen wird von vielen Wissenschaft­lern auf den überhöhten Zuckerkon­sum zurückgeführt.

Zucker oder Honig -eine alte Streitfrage

Nachdem die Schädlichkeit von Zucker offensichtlich geworden war, ent­brannte ein wahrer Glaubenskampf um den Honig, der von vielen als Zuckerersatz propagiert wurde. Dage­gen machen viele Zahnärzte und Me­diziner auf den hohen Zuckergehalt des Honigs aufmerksam. Sie schreiben dem süßen Bienenprodukt ähnlich starke kariogene Eigenschaften zu wie normalem Industriezucker. Einige Me­diziner behaupten sogar, Honig sei aufgrund seiner Klebrigkeit noch schädlicher als Zucker.

Positive Erfahrungen mit Honig

Imker und Honigbefürworter verwei­sen dagegen auf langjährige Erfahrungswerte, die belegten, dass auch bei einem hohen Honigkonsum auf Dauer keine erhöhten Karieswerte feststellbar sind.

Honig – das gesündere Lebensmittel

In der Frage, ob Honig statt Zucker besser für die Zähne ist, besteht noch Klärungsbedarf. Unstrittig ist dage­gen das Faktum, dass Honig das we­sentlich gesündere Lebensmittel ist. Bienenhonig ist ein naturbelassenes Nahrungsmittel mit einem hohen Nährstoffgehalt, das besonders leicht verdaut werden kann.

Zucker-das Kunstprodukt

Dem normalen weißen Haushaltszucker werden dagegen schon bei der Verarbeitung fast alle natürlichen Stoffe entzogen: beispielsweise Zellu­lose, Eiweißstoffe, Mineralien und Spurenelemente. Er kann deshalb mit Recht als ein reines Kunstprodukt be­zeichnet werden. Aber auch der – von vielen gepriesene – braune Zucker steht in der Nährstoffbilanz kaum besser da. Er besitzt jedoch immerhin noch einen sehr bescheidenen Gehalt an Vitamin Bi.

Tipp zum Süßen mit Honig

Wenn Sie Honig zum Süßen benutzen möchten, dann sollten Sie am besten Sorten mit einem geringen Eigenge­schmack wie Kleehonig, Rapshonig oder Akazienhonig wählen. Blüten-Honige sind generell weniger würzig als Honige aus Honigtau.

 

Die wichtigsten Honigsorten

Honigsorte Farbe Geschmack Konsistenz
Akazienhonig hellgelb mild sehr flüssig
Buchweizenhonig braun sehr würzig cremig
Edelkastanien­honig braun aromatisch zähflüssig
Eukalyptus­honig hell- bis dunkelbraun würzig flüssig
Heidehonig bernstein­farben aromatisch bis herb zähflüssig
Hyazinthenblütenhonig hellgelb aromatisch zähflüssig
Kleehonig weiß mild feincremig
Lavendel­honig hellbraun sehr aromatisch feinkristallin
Lindenblüten­honig grünlich gelb aromatisch kristallisiert nach einiger Zeit grob aus
Löwenzahn­honig hellgelb aromatisch kristallisiert schnell aus
Orangenblütenhonig goldgelb Orangen­geschmack flüssig
Pinienhonig dunkelbraun würzig bis herb zähflüssig
Rapshonig weiß sehr mild cremig
Salbeihonig hellbraun würzig flüssig
Sonnenblumen­honig goldgelb aromatisch cremig
Tannenhonig grünlich bis schwarz harzig, würzig flüssig




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