Akute Kopfschmerzen

Informationen zu Kopfschmerzen von der Bahnhof-Apotheke Halle/S.

Akute Kopfschmerzen

Mehr als zwei Drittel der deutschen Bevölkerung leidet

zumindest zeitweise unter Kopfschmerzen
, der häufigsten

Schmerzart überhaupt. Sowohl das Krankheitsbild alsauch

die Ursachen sind vielschichtig. Kopfschmerzen können

einerseits das Symptom einer bestehenden Grundkrankheit

sein und andererseits auch als eigenständige Krankheit

auftreten. Letztere werden als primäre Kopfschmerzen

bezeichnet und bestehen zu mehr als 90 % aus Migräne

(pulsierend, oft einseitig lokalisiert und von

Übelkeit und Erbrechen begleitet) und Kopfschmerzen vom

Spannungstyp (dumpf, drückend, “Schraubstockgefühl”)

Die häufigsten Schmerzauslöser sind:

psychische Belastungen,

Streß,

hartnäckige Probleme,

übermäßiger Alkohol-, Kaffee- oder Zigarettengenuß,

Schlafmangel,

Wetterwechsel,

Fehlhaltungen sowie längeres, monotones Sitzen,

schlimmstenfalls sogar noch in schlecht durchlüfteten

Räumen,

Überanstrengungen (Lesen bei schlechter Beleuchtung oder

mit ungeeigneter Brillenstärke).

Die meisten der aufgeführten Ursachen lassen sich vermeiden,

so daß es erst gar nicht zu Kopfschmerzen kommt. Treten trotz

Vorbeugung Kopfschmerzen auf, dann muß es immer noch nicht

gleich die Schmerztablette sein. Folgende erste Maßnahmen

haben sich bewährt:

Entspannungs- und Atemübungen,

Umschläge mit der Kältekompresse,

Schläfenmassage mit ätherischen Ölen (z.B.: Pfefferminzöl);

Vorsicht, nicht in die Augen bringen!

Bei stärkeren Schmerzen kann man sich kurzfristig auch einmal

mit einem Schmerzmittel behelfen. Die Entscheidung für ein

bestimmtes Präparat sollte nicht nach den bekanntesten

Werbeslogans erfolgen, sondern das Ergebnis eines Beratungs-

gesprächs unter besonderer Berücksichtigung bereits bestehender

Medikation sein. Vor der Daueranwendung von Schmerzmitteln kann

nicht oft genug gewarnt werden. Auf lange Sicht könnten

Schädigungen von Leber und Niere folgen. Darüberhinaus kann

paradoxer Weise das Schmerzmittel selbst nach jahrelanger

Anwendung Dauerauslöser für Schmerzen sein.

Deshalb ist bei ständigen Kopfschmerzen, die möglicherweise

sogar an Intensität zunehmen, insbesondere aber bei auftretenden

Begleitsymptomen ein Arztbesuch erforderlich.


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Kaliummangel

Informationen zum Kaliumbedarf von der Bahnhof-Apotheke Halle/S.

Kaliummangel:

Kalium ist zusammen mit Natrium für den Wasserhaushalt des Körpers sowie für

die Weiterleitung von Impulsen in den Nerven- und Muskelzellen

verantwortlich. Der tägliche Kaliumbedarf beträgt 2-4g. Ausgeschieden wird

Kalium über den Urin und den Stuhl. Im Regelfall entspricht die

ausgeschiedene Menge an Kalium der mit der Nahrung aufgenommenen Menge. Ein

Kaliummangel oder -überschuß in der Nahrung kann der Körper nicht einfach,

wie bei Natrium, durch eine vermehrte oder verminderte Ausscheidung

ausgleichen, deshalb darf Kalium nie überdosiert werden.

Kalium ist enthalten in

– Obst, besonders Bananen,

– Vollkornbrot,

– Nüssen,

– Fleisch etc.

Kalium ist im Körper wichtig für

– den Wasser- und Elektrolythaushalt (Salzhaushalt).

– die Reizübertragung an Muskeln und Nervenzellen, z.B. am Herzmuskel.

– den Eiweißstoffwechsel.

Kaliummangel führt zu

– Muskelschwäche, Müdigkeit, geistige Abwesenheit, Blähungen, Verstopfung,

Herzrhythmusstörungen.

Kaliumüberdosierung führt zu

– Müdigkeit, Schwäche, Hörstörungen, Herz-Kreislaufbeschwerden.

Kaliummangel tritt auf bei

– regelmäßiger Einnahme von Abführmitteln,

– regelmäßiger Einnahme von Entwässerungstabletten,

– regelmäßiger Einnahme von Herzglykosidtabletten,

– Erbrechen und Durchfall,

– starker körperlicher Belastung, Sport,

– Nierenerkrankungen.

Kaliumpräparate

– Tabletten und Brausetabletten (500-2500mg). Auch in Kombination mit

Natriumchlorid und Glucose oder mit Magnesium und Calcium.


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Jodmangel

Informationen zu Jodmangel von der Bahnhof-Apotheke Halle/S.

Jodmangel:

Die Schilddrüsenhormone Thyroxin und Trijodthyronin

benötigen als Baustein Jod. Jodmangel veranlaßt die

Schilddrüsenzellen zu wachsen. Der Körper versucht so,

seinen Schilddrüsenhormonmangel zu beseitigen, denn mehr

Schilddrüsengewebe kann mehr Hormone produzieren (Schild-

drüsenüberfunktion). Es entsteht ein Kropf, der im

allgemeinen keine Beschwerden verursacht. Erst wenn die

Schilddrüse viel Raum im Hals einnimmt, werden die Vergrößerungen

als Verdickung des Halses sichtbar. Dann kann auch die Stimme

heiser werden, und das Luftholen wird beschwerlich. In

Deutschland haben 4% der Norddeutschen und sogar 32% der Bayern

einen Kropf, im Bundesdurchschnitt errechnet sich daraus eine

Kropfhäufigkeit von 15%. Frauen sind etwa viermal häufiger

betroffen als Männer. Jodmangel in der Schwangerschaft gefährdet

das Kind: Fehlgeburten sind häufiger, beim Kind kann sich ein

Kropf entwickeln.

Häufigste Ursachen:

Jodidarmes Trinkwasser und jodarme Ernährung. In den küstenfernen

Gebieten ist das besonders häufig der Fall.

Was Sie tun können:

Bewußt jodreich ernähren (alles, was im Meer gelebt hat, ist

jodreich. Eine Seefisch-Mahlzeit pro Woche deckt Ihren täglichen

(Jodbedarf). Jodhaltige Mineral- oder Heilwasser verwenden oder

jodhaltige Zahnpasten. Jodiertes Speisesalz oder japanische Algen

aus dem Bioladen zum Würzen verwenden.

Wann Sie zum Arzt müssen:

Wenn Sie merken, daß Ihr Hals dicker geworden ist.

Was Ihr Arzt tun kann

Feststellen, ob Ihr Kropf auf einer durch Jodmangel ausgelösten

Schilddrüsenüberfunktion beruht.

Sind Sie jünger als etwa 30 Jahre und besteht Ihr Kropf erst kurze

Zeit, dann müssen Sie 3 – 6 Monate lang ein vom Arzt verordnetes

Jod-Medikament einnehmen, mit dem Sie den Jodspeicher Ihrer

Schilddrüse wieder auffüllen. Anschließend sorgen Sie durch Ihre

Ernährung dafür, daß Sie nicht wieder ins Joddefizit geraten. Bei

Jodverwertungsstörungen in allen anderen Fällen wird der Arzt

Schilddrüsenhormon-Tabletten verordnen. Dann bekommt der Körper

wieder genügend Schilddrüsenhormone und die Schilddrüse stellt

ihr Wachstum ein. Manchmal ist auch eine operative Kropfentfernung

notwendig.


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Insektenstiche

Informationen zu Insektenstichen von der Bahnhof-Apotheke Halle/S.

Insektenstiche:

In der warmen Jahreszeit werden auch die blutsaugenden Stechmücken

sowie Bienen, Wespen und Hornissen wieder aktiv. Die Insektenstiche

sind auf jeden Fall unangenehm. Der Gefährlichkeitsgrad der

Beschwerden rangiert in Abhängigkeit von der Insektenart, der

individuellen Empfindlichkeit sowie der Lokalisation des Einstichs

von harmlos bis lebensgefährlich. Letzteres trifft auf Allergiker

sowie bei einen Stich in die Mundschleimhaut zu. Die häufigsten

Reaktionen sind Quaddelbildung und Entzündung im Bereich der

Einstichstelle, verbunden mit Schmerzen, Juckreiz und Hautrötung.

Am effektivsten ist die sofortige Kühlung mit eiskalten Umschlägen

(Kaltkompressen aus dem Kühlfach, Beutel mit zerkleinerten

Eiswürfeln). Hilfreich sind auch Umschläge mit essigsaurer Tonerde,

kaltem Wasser nach Zusatz von einem Schuß Essig oder mit verdünntem

Alkohol. Dadurch lassen sich Schwellungen unterdrücken und der

Juckreiz lindern. Zur Unterstützung können auch juckreizstillende

Cremes, Gels, Lotionen und Stifte eingesetzt werden. Auf jeden Fall

muß Kratzen vermieden werden, damit es nicht zur Infektion und

Entzündung aufgekratzter Hautpartien kommt. In der Haut steckende

Bienenstachel müssen mit der Pinzette entfernt werden, ohne die

anhängende Giftdrüse zu verletzen. Anschließend sollte die Einstich-

stelle beispielsweise mit verdünntem Alkohol desinfiziert werden.

Der Arzt muß in folgenden Fällen aufgesucht werden:

– Bienen- oder Wespenstich bei Säuglingen oder Kleinkindern,

– Mehrfachstichen von Bienen oder Wespen,

– Bienen- oder Wespenstich in Kopf- insbesondere Mund-

und Rachenbereich,

– beim Auftreten schwerer allergischer Reaktionen, wie:

Atemnot, Schweißausbrüche, Übelkeit, rascher Puls, Schwindel,

Keislaufschwäche. Da die Symptome sehr spontan auftreten,

muß sofort ein Notarzt geholt werden. Während der Erstkontakt

mit der die Allergie verursachenden Substanz symptomlos verläuft

und damit unerkannt bleibt, kann bereits der Zweitkontakt zu den

oben aufgeführten Symptomen des lebensbedrohlichen anaphylaktischen

Schocks führen. Bei bekannter Allergie sollten deshalb stets die

vom Arzt zusammengestellten Notfallmedikamente mitgeführt werden.

In aller Regel kann man den Allergiker durch die Verabreichung des

Gifts von Bienen und Wespen in steigender Dosierung unempfindlich

machen. Diese als Hyposensibilisierung bezeichnete Behandlung

wird aufgrund der Schockgefahr im Krankenhaus eingeleitet.

Natürlich steht an erster Stelle die Vermeidung von Insektenstichen.

Zur Abwehr blutsaugender Insekten gibt es unterschiedlich

zusammengesetzte Präparate in Form von Lösungen, Lotionen, Sprays

oder Stiften zum direkten Auftragen auf die Haut. Die Wirkdauer reicht

in Abhängigkeit vom Präparat und der Stärke des Schwitzens von 4 bis 8

Stunden. Bei Säuglingen und Kleinkindern dürfen die meisten Mückenmittel

nicht großflächig angewendet werden, da die Haut die Wirkstoffe stärker

aufnimmt als die Erwachsenenhaut. Am einfachsten ist hier der

Einsatz von Moskitonetzen für die nächtliche Ruhe.

Auch Insektenraumsprays und Elektroverdampfer dürfen nur unter strenger

Einhaltung der Gebrauchsanweisung eingesetzt werden.

Bei Bienen und Wespen sind die Insektenabwehrmittel unwirksam.

Es verbleibt deshalb nur die Möglichkeit, sie nicht anzulocken oder durch

Umherschlagen aggressiv zu machen. Süßspeisen, Saft, Kuchen aber auch

Parfums und bunte Kleidung üben beispielsweise eine magische Anziehungs-

kraft aus. Aufgrund der geschilderten Gefahr von Stichen im Mundbereich

muß man gerade beim Aufenthalt im Freien sehr auf die Getränke achten.


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Bluthochdruck

Informationen zu Bluthochdruck von der Bahnhof-Apotheke Halle/S.

Bluthochdruck :

Jeder Autofahrer kennt die Bedeutung regelmäßiger Ölstands-

kontrollen für den Erhalt des Motors. Zusätzlich zeigt eine

Öldruckwarnlampe zu niedrigen Ölstand an. Ein Frühwarnsystem

für hohen Blutdruck existiert im menschlichen Körper leider

nicht. Ein großer Teil aller Menschen mit Bluthochdruck

ist sich dieses Umstandes sowie des sich daraus ableitenden

höheren Herzinfarktrisikos nicht bewußt. Ein weiterer Teil

nimmt Medikamente gegen Blutdruck ein ohne genau zu

wissen, ob diese Medikamente den Blutdruck normalisieren.

Dem Ölstand des Autos wird scheinbar eine größere Bedeutung

eingeräumt als dem eigenen Blutdruck.

Das Ergebnis: etwa 12 Millionen Menschen leiden in der

Bundesrepublik Deutschland an Bluthochdruck. Vor allem ältere

Menschen haben oft einen erhöhten Blutdruck. Aber auch bei

jüngeren Menschen, die dem Streß des Arbeitsalltags

ausgesetzt sind, ermittelt man oft erhöhte Blutdruckwerte.

Raucher sind besonders gefährdet.

Bluthochdruck steigert das Risiko eines Herzinfarktes oder

Schlaganfalls. Die Blutgefäße werden übermäßig beansprucht

und “verkalken” schneller. Im Gegensatz zum übersäuerten

Magen, Krampf oder Muskelkater, den jeder sofort spürt,

bleibt der Bluthochdruck lange Zeit unauffällig. Die

Spätfolgen z. B. ein Herzinfarkt sind dafür um so grausamer.

Nur wer regelmäßig seinen Blutdruck mißt, kann einen wirksamen

Beitrag zur Vermeidung gefährlicher Folgeschäden leisten.

Das gilt vor allem bei bereits festgestelltem Blutdruck.


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